Mehrwertsteuerrechner · Leistungen an Verbraucher

Leistungen an Verbraucher in einem anderen Land

Bei Waren und bei vielen sonstigen Leistungen an Privatleute richtet sich die Umsatzsteuer nach dem Ort, an dem der Verbrauch stattfindet. Innerhalb der EU ist das oft das Land, in dem der Kunde wohnt, nicht das Land des Verkäufers.

Digitale Leistungen und Fernverkäufe

Elektronische Dienstleistungen, Telekommunikation und Rundfunk an Verbraucher werden dort versteuert, wo der Kunde ansässig ist. Dasselbe gilt für innergemeinschaftliche Fernverkäufe von Waren, sobald die gemeinsame Schwelle von 10.000 € im Jahr für diese grenzüberschreitenden Umsätze überschritten ist. Darunter kann noch der Satz des Sitzstaats gelten. Gemeldet wird die ausländische Steuer auf Wunsch über den One-Stop-Shop, in einer Erklärung für mehrere Länder.

Der Satz ist dann der Satz dieses Kundenlandes. Ein deutscher Anbieter, der an eine Privatperson in Ungarn liefert und die Schwelle überschritten hat, rechnet mit 27 %, nicht mit 19 %. Die Standardsätze stehen in der EU-Tabelle und lassen sich im Mehrwertsteuerrechner über das Land wählen. Ob für die konkrete Ware ein ermäßigter Satz des Ziellandes gilt, sagt die Tabelle nicht von allein.

Virtuelle Veranstaltungen

Auch bei virtuell bereitgestellten Bildungsveranstaltungen, Messen und kulturellen Angeboten an Verbraucher knüpft der Ort der Leistung an den Ort, an dem der Privatkunde ansässig ist. Ein Ticket an eine Privatperson in einem anderen Mitgliedstaat ist deshalb kein Automatismus für 19 % deutsche Umsatzsteuer.

Die deutsche Kleinunternehmerregelung nimmt einen solchen Auslandsumsatz nicht aus der Ortsregel heraus. Die Schwellen sind verschiedene Dinge, dazu mehr unter grenzüberschreitenden Regeln.

Quellen und Stand

Zuletzt auf diesen Seiten geprüft: 24. Oktober 2026.