Mehrwertsteuerrechner · Glossar
Glossar zur Mehrwertsteuer
Die Wörter, die auf Rechnungen und im Mehrwertsteuerrechner stehen, in der Bedeutung des Umsatzsteuergesetzes.
Bemessungsgrundlage
Der Betrag, auf den der Prozentsatz angewendet wird. In der Regel das Entgelt ohne die Steuer selbst, also der Nettobetrag. Skonti und Rabatte mindern das Entgelt, durchlaufende Posten in echten Ausnahmefällen auch.
Brutto
Preis einschließlich Umsatzsteuer. Privatkunden sehen fast nur diesen Preis. Wer die Steuer herausrechnen will, teilt durch 1 plus Satz.
Istversteuerung
Die Umsatzsteuer entsteht erst mit der Bezahlung, nicht schon mit der Leistung. Das ist ein Wahlrecht für kleinere Unternehmen und einige freie Berufe, keine automatische Folge der Kleinunternehmerregelung.
Mehrwertsteuer
Der übliche Name für die Umsatzsteuer. Gemeint ist dieselbe Steuer. Der Name beschreibt die Wirkung: Jeder Unternehmer führt die Steuer auf seinen Ausgangsumsatz ab und zieht die Steuer aus seinen Eingängen als Vorsteuer ab. Übrig bleibt die Steuer auf den von ihm geschaffenen Mehrwert. Am Ende trägt sie der Verbraucher, der nichts abziehen kann.
Netto
Preis ohne Umsatzsteuer. Zwischen Unternehmern, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, ist das der wirtschaftlich entscheidende Preis. Der Bruttobetrag ist für sie ein durchlaufender Posten, soweit der Abzug zusteht.
Nullsteuersatz
Ein Satz von 0 % nach § 12 Abs. 3 UStG, derzeit vor allem für bestimmte Photovoltaikanlagen. Der Umsatz ist steuerbar und steuerpflichtig, die Steuer ist nur null. Der Vorsteuerabzug aus den zugehörigen Eingängen bleibt möglich. Das ist der Unterschied zur Steuerbefreiung.
Sollversteuerung
Der Normalfall. Die Umsatzsteuer entsteht mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistung ausgeführt wurde, auch wenn der Kunde noch nicht gezahlt hat.
Steuerbar und steuerpflichtig
Steuerbar ist ein Umsatz, der überhaupt unter das Gesetz fällt: im Inland gegen Entgelt im Rahmen des Unternehmens. Steuerpflichtig ist er, wenn keine Befreiung greift. Eine Befreiung lässt die Steuerbarkeit bestehen und setzt nur die Steuerpflicht aus.
Steuerfrei
Eine im Gesetz genannte Ausnahme, etwa in § 4 UStG. Es wird keine Umsatzsteuer geschuldet. Im Gegenzug ist der Vorsteuerabzug aus den zugehörigen Kosten oft ausgeschlossen. Manche Befreiungen kann der Unternehmer aufgeben, um den Abzug zu behalten, etwa bei der Vermietung an einen anderen Unternehmer.
Umsatzsteuer
Der gesetzliche Name. Auf der Rechnung, in der Voranmeldung und im Bescheid steht Umsatzsteuer. Im Geschäft und in der Suche steht Mehrwertsteuer. Der Mehrwertsteuer Rechner behandelt beide Wörter als dasselbe.
Vorsteuer
Die Umsatzsteuer auf Eingangsrechnungen, die ein zum Abzug berechtigter Unternehmer von seiner eigenen Steuerschuld abzieht. Ausführlich auf der Seite Vorsteuerabzug.
Quellen und Stand
- § 12 UStG, Steuersätze, einschließlich des Nullsteuersatzes für bestimmte Photovoltaikanlagen und der Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen.
- § 19 UStG, Kleinunternehmer.
- § 14 UStG, Rechnung.
- Europäische Kommission, Your Europe: Mehrwertsteuersätze. Die Tabelle auf dieser Seite folgt der Kommissionsliste, von der Kommission zuletzt am 13. Juli 2026 geprüft. Regionale Sätze, etwa Kanaren, Azoren, Madeira und griechische Inseln, bildet diese Liste nicht vollständig ab.
Zuletzt auf diesen Seiten geprüft: 24. Oktober 2026.