Mehrwertsteuerrechner · Rechnung
Pflichtangaben auf der Rechnung
§ 14 UStG und die Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung sagen, wann ein Beleg eine Rechnung ist und was darauf stehen muss. Ohne diese Angaben ist der Vorsteuerabzug beim Empfänger gefährdet, auch wenn der Preis stimmt.
Normale Rechnung
- Vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers.
- Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistenden.
- Ausstellungsdatum.
- Fortlaufende Rechnungsnummer, einmalig und nachvollziehbar, keine lückenlose Zahlenreihe ohne jedes Auslassen ist verlangt, wohl aber ein System.
- Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der Leistung.
- Zeitpunkt der Leistung, wenn er nicht mit dem Ausstellungsmonat zusammenfällt. Bei Anzahlungen der Zeitpunkt der Vereinnahmung.
- Entgelt, aufgeschlüsselt nach Steuersätzen, dazu der Satz und der Steuerbetrag. Bei einer Steuerbefreiung ein Hinweis darauf.
- Im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts, etwa Skonto, wenn sie nicht schon im Entgelt stecken.
Kleinbetragsrechnung
Bis 250 € brutto genügen Name und Anschrift des Leistenden, Ausstellungsdatum, Menge und Art, Entgelt und Steuerbetrag in einer Summe sowie der Steuersatz. Name des Empfängers und eine eigene Steuernummer sind dann nicht erforderlich. Den Bruttobetrag in Netto und Steuer zerlegt der Mehrwertsteuerrechner über „Brutto → Netto“.
Kleinunternehmer und Differenzbesteuerung
Kleinunternehmer setzen keinen Steuerbetrag an und weisen auf die Steuerbefreiung nach § 19 UStG hin. Bei der Differenzbesteuerung wird die Steuer nicht offen ausgewiesen, dafür der Hinweis auf die Sonderregelung. Ein falscher Steuerausweis führt zur Steuerschuld nach § 14c UStG, auch wenn der Umsatz eigentlich steuerfrei gewesen wäre.
E-Rechnung im Inland
Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmer eine elektronische Rechnung empfangen können. Ausstellen müssen größere Unternehmen sie ab dem 1. Januar 2027, wenn der Vorjahresumsatz über 800.000 € lag, die übrigen ab dem 1. Januar 2028. Ein PDF ist in der Übergangszeit noch eine sonstige Rechnung, keine E-Rechnung. Der europäische Fahrplan dazu steht bei ViDA.
Quellen und Stand
- § 12 UStG, Steuersätze, einschließlich des Nullsteuersatzes für bestimmte Photovoltaikanlagen und der Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen.
- § 19 UStG, Kleinunternehmer.
- § 14 UStG, Rechnung.
- Europäische Kommission, Your Europe: Mehrwertsteuersätze. Die Tabelle auf dieser Seite folgt der Kommissionsliste, von der Kommission zuletzt am 13. Juli 2026 geprüft. Regionale Sätze, etwa Kanaren, Azoren, Madeira und griechische Inseln, bildet diese Liste nicht vollständig ab.
Zuletzt auf diesen Seiten geprüft: 24. Oktober 2026.