Mehrwertsteuerrechner · Kleinunternehmer
Kleinunternehmerregelung 2026
Seit dem 1. Januar 2025 sind die Umsätze eines Kleinunternehmers steuerfrei, nicht nur „nicht erhoben“. Die Grenzen stehen in § 19 UStG: höchstens 25.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr und höchstens 100.000 € im laufenden Jahr.
Was in die Grenzen zählt
Gezählt wird der Gesamtumsatz nach vereinnahmten Entgelten, also nach dem Geldeingang, und netto. Bestimmte steuerfreie Umsätze und die Hilfsumsätze, darunter Verkäufe von Anlagevermögen, bleiben außen vor. Beide Grenzen müssen erfüllt sein. Wer im Vorjahr über 25.000 € lag, ist im neuen Jahr kein Kleinunternehmer, auch wenn das neue Jahr schwach beginnt.
| Bis 31.12.2024 | Seit 1.1.2025 | |
|---|---|---|
| Rechtsfolge | Steuer wurde nicht erhoben | Umsätze sind steuerfrei |
| Vorjahr | 22.000 € | 25.000 € |
| Laufendes Jahr | 50.000 €, als Prognose zu Jahresbeginn | 100.000 €, tatsächlich |
| Überschreiten im Jahr | blieb folgenlos, wenn die Prognose ernsthaft war | Befreiung endet sofort, schon der überschreitende Umsatz ist steuerpflichtig |
| Gründung | Umsatz auf das Jahr hochgerechnet | tatsächlicher Umsatz bis 25.000 €, ohne Hochrechnung |
Rechnung und Vorsteuer
Auf der Rechnung steht keine Umsatzsteuer. Üblich und nötig ist ein Hinweis wie „steuerfrei nach § 19 UStG“. Wer trotzdem Steuer ausweist, schuldet sie nach § 14c UStG. Einen Vorsteuerabzug aus den eigenen Kosten gibt es nicht. Wer teure Eingänge hat, etwa eine Ausstattung oder eine begünstigte Photovoltaikanlage, rechnet oft günstiger, wenn er auf die Regelung verzichtet.
Der Verzicht ist ein Wahlrecht gegenüber dem Finanzamt und bindet für mehrere Jahre. Wer die 100.000 € reißt, hat dieses Wahlrecht nicht mehr zu entscheiden: Die Regelbesteuerung beginnt von Gesetzes wegen mit dem Umsatz, der die Grenze überschreitet. Was dann auf den Rechnungen zu ändern ist, steht auf der Seite Verlust der Kleinunternehmerregelung.
Folgejahr
Wer im laufenden Jahr zwischen 25.000 € und 100.000 € bleibt, ist in diesem Jahr noch befreit und im nächsten Jahr nicht mehr, weil dann das Vorjahr über 25.000 € liegt. Preise und Verträge sollten vor dem Jahreswechsel auf Netto plus Umsatzsteuer umgestellt werden, wenn die Kunden keine Vorsteuer ziehen können und der Bruttopreis halten soll.
Einzelbeträge für die Zeit danach rechnet der Mehrwertsteuerrechner.
Quellen und Stand
- § 12 UStG, Steuersätze, einschließlich des Nullsteuersatzes für bestimmte Photovoltaikanlagen und der Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen.
- § 19 UStG, Kleinunternehmer.
- § 14 UStG, Rechnung.
- Europäische Kommission, Your Europe: Mehrwertsteuersätze. Die Tabelle auf dieser Seite folgt der Kommissionsliste, von der Kommission zuletzt am 13. Juli 2026 geprüft. Regionale Sätze, etwa Kanaren, Azoren, Madeira und griechische Inseln, bildet diese Liste nicht vollständig ab.
Zuletzt auf diesen Seiten geprüft: 24. Oktober 2026.